Verdauungsstörungen und Reizdarmsyndrom

Oft kommen Patient*Innen in meine Sprechstunde, die unter Verdauungsstörungen leiden: Blähungen, Bauchschmerzen, harte Bauchdecke, Durchfälle, und das oft schon jahrelang. Viele dieser Patient*Innen haben bereits alle gängigen ärztlichen Untersuchungen wie Magen- und Darmspiegelungen und Tests auf Gluten-, Laktose- und Fruktoseintoleranz hinter sich, oft ohne Ergebnis. Die Diagnose lautet dann Reizdarmsyndrom und der Rat: Leben Sie damit. Reizdarmsyndrom bezeichnet oben genannte Verdauungsstörungen ohne organischen Befund.

Das Reizdarmsyndrom hat eine Ursache

Ich möchte an dieser Stellen Patient*Innen ans Herz legen, nicht einfach „damit zu leben“. Für Durchfälle und übermäßige Blähungen und Bauschschmerzen gibt es meiner Erfahrung nach immer eine Ursache, die es zu finden gilt. In den meisten Fällen steht – trotz unauffälliger Tests auf Laktose- und Glutenintoleranz – eine Lebensmittelunverträglichkeit hinter den Beschwerden. Werden die verantwortlichen Lebensmittel gefunden und gemieden, lebt es sich beschwerdefrei.

Neben den „üblichen Verdächtigen“ Gluten, Laktose und Fruktose müssen dabei auch andere Nahrungsmittel(bestandteile) geprüft werden. In der Praxis sind mir bereits Nachtschattengewächse, Mais, Phytinsäure, Lektine und viele weitere Lebensmittel und Lebensmittelbestandteile als Verantwortliche der Beschwerden begegnet.

Natürlich müssen auch andere Ursachen in Betracht gezogen werden wie eine Darmdysbiose, ein Mangel an Magensäure oder Verdauungssäften oder (selten) psychosomatische Hintergründe. Ein Stuhllabor erlaubt hier Rückschlüsse auf Fehlbesiedlungen des Darms, welche es in der Folge zu beheben gilt.

Naturheilkundliche Behandlung des Reizdarmsyndroms

In meiner Praxis teste ich mit dem kinesiologischen Muskeltest nach den individuellen Ursachen des Reizdarmsyndroms bzw. der Verdauungsstörungen. Das Ziel ist dabei nicht, diese Lebensmittel lebenslang zu meiden, sondern Wege zu finden, die Verträglichkeit der ausgetesteten Substanzen zu verbessern.